Persönliche Haftung der Geschäftsführer im Rahmen einer Insolvenz: Neue BGH-Urteile präzisieren die Anfechtungsvoraussetzungen

Droht einem Unternehmen die Insolvenz, sollten die Geschäftsführer sich gründlich überlegen, welche Zahlungen freigegeben werden. Dass eine persönliche Haftung der Geschäftsführer nicht erst mit einem Insolvenzantrag beginnt, zeigte sich abermals durch zwei neue BGH-Urteile vom Juni 2017. BGH-Urteil vom 13.7.2017 (Az.: IX ZR 173/16): Der Geschäftsführer der angeklagten GmbH nahm aufgrund einer drohenden Zahlungsunfähigkeit ein Kontokorrentdarlehen von 100.000 € auf, welches durch eine Forderungsabtretung der GmbH und eine persönliche Bürgschaft… mehr »

Neue Haftungsrisiken für Steuerberater bei drohender Insolvenz eines Mandanten

Seit einem Urteil des BGH Anfang 2017, haben sich die Haftungsrisiken für Steuerberater, deren Mandanten sich in einer Krisensituation befinden, deutlich verschärft. Urteil: BGH v. 26.01.2017 – IX ZR 285/14 „Steuerberaterhaftung“ Seitdem müssen Steuerberater ihre Mandanten warnen, wenn ihnen Unterlagen vorliegen, die auf eine drohende Insolvenz schließen lassen. Bei einem Versäumnis haftet der Steuerberater für die Schäden, die durch eine verspätete Insolvenzantragsstellung entstehen. Darüber hinaus haftet der Steuerberater auch bei… mehr »

Nach Gesetzesänderungen durch den BGH und BFH in 2015 sollten Rangrücktrittsvereinbarungen angepasst werden

In Sachen Rangrücktritt sind 2015 wesentliche Rechtsprechungen des BGH und BFH erfolgt. Insoweit sind ggf. alte Vereinbarungen nicht mehr rechtskonform. Urteile: BGH v. 05.03.2015 IX ZR 133/14 „qualifizierender Rangrücktritt“ BFH v. 15.04.2015 I R 44/14 „Rückzahlung aus sonstigem freiem Vermögen“ Experte in Sachen Rangrücktritt Rechtsanwalt Dr. Raoul Kreide rät aus diesem Grund bestehende Vereinbarungen zu überprüfen und ggf. anzupassen bzw. zu erneuern. Problematiken > Insolvenzrecht Ggf. erfüllen die Vereinbarungen nicht… mehr »

Insolvenzanfechtung kann jeden treffen – Sind Ihre Zahlungseingänge sicher?

  Auch uns Sanierungsberater hat es schon mal erwischt. Sind Ihre Zahlungseingänge sicher vor einer möglichen Anfechtung durch einen Insolvenzverwalter?   Hintergrund Die Problematik der Insolvenzanfechtung wird für Unternehmen immer mehr spürbar. Gerät ein Unternehmen in Insolvenz und es wird ein Insolvenzverwalter bestellt, schaut dieser u.a. welche Zahlungen der Vergangenheit er anfechten und zurückfordern kann. Sein Ziel ist es, die Masse, zur Verteilung unter den Gläubigern, zu erhöhen.   Für… mehr »

Entwurf des BDU zu den Grundsätzen ordnungsgemäßer Restrukturierung und Sanierung (GoRS) liegt nun vor

  Die GoRS ersetzen dabei nicht bereits vorhandene Standards, etwa die des IDW S 6 für Sanierungsgutachten. Vielmehr sollen die GoRS die bereits vorhandenen Standards und die diversen weiteren Rahmenbedingungen unter einem vom Restrukturierungs- und Sanierungsprozess bestimmten Überbau sinnvoll miteinander verknüpfen. Maßgeblicher Initiator und Ersteller der GoRS sind die Mitgliedsunternehmen des BDU-Fachverbandes Sanierungs- und Insolvenzberatung. Link zum BDU-Entwurf: http://www.bdu.de/media/7502378/entwurf-gors-2015-03.pdf Folgende Punkte möchten wir dabei aus dem Entwurf herausgreifen. Diese sollen… mehr »

Wissenswertes aus der Sanierungspraxis

  Am 13.03.2015 fand die alljährliche Konferenz des Fachverbandes für Sanierungs- und Insolvenzberatung des BDU statt. Videoreportage: https://www.youtube.com/watch?v=0F8Zv1sS5Vo&feature=youtu.be Hier die wichtigsten Erkenntnisse: Der Fachverband arbeitet aktuell an einem Standard für Sanierungsberatungen. Die sogenannten Grundlagen ordnungsgemäßer Restrukturierung und Sanierung (GoRS) sollen noch in 2015 diskutiert und abschließend veröffentlicht werden. Ziel ist es, den Sanierungsberatern nach den inhaltlichen Kriterien (u.a. IDW S6 und S11) nun auch pragmatische und handlungsleitende Empfehlungen an die… mehr »

Unanfechtbares Bargeschäft – Sanierungskredite

Zur Sicherung der Unternehmensfortführung sind zumeist Sanierungskredite seitens der Banken oder anderer Investoren notwendig. Um die für Darlehensausreichung bzw. die dafür erhaltenen Sicherheiten nicht einer möglichen Anfechtung durch einen etwaigen Insolvenzverwalter auszusetzen, ist insbesondere folgende Regelung in der Insolvenzordnung zu beachten: Das unanfechtbare Bargeschäft, § 142 Insolvenzordnung (InsO) Durch die Unanfechtbarkeit von Bargeschäften soll sichergestellt werden, dass der Schuldner auch in der wirtschaftlichen Krise nicht gänzlich vom Geschäftsverkehr ausgeschlossen wird.… mehr »

Bargeschäft – Absicherung Beratungshonorar

Im Rahmen einer Insolvenz werden auch die Honorarrechnungen der Berater hinsichtlich einer möglichen Anfechtbarkeit überprüft. Da der Berater evtl. Kenntnisse von der finanziell schwierigen Lage hatte, gelten für diesen, wie aber auch für andere mit Kenntnis der Lage, besondere Regeln der Anfechtung. Die Anfechtbarkeit von u.a. Honorarrechnungen wird in § 132 der InsO wie folgt geregelt: Anfechtbar ist ein Rechtsgeschäft des Schuldners, das die Insolvenzgläubiger unmittelbar benachteiligt, 1. wenn es… mehr »

Projektbericht: Sanierung eines mittelständischen Maschinenbauunternehmens

Management-Summary Zwei Berater der Corpass GmbH haben ein mittelständisches Maschinenbauunternehmen betreut und die geforderten Maßnahmen der Hausbank umgesetzt. Transparenz und Vertrauen konnten bei den Beteiligten erfolgreich aufgebaut und hohe Ertragssteigerungen und Kosteneinsparungen erreicht werden. Die Existenz des Unternehmens wurde durch Liquiditätsverbesserungen von zusätzlich rund 415.000 € und erwarteten Gewinnen bereits im ersten Jahr nach Beginn der Beratung gesichert. Aufgabenstellung – Das Unternehmen in der Krise Die Firma …… GmbH erwirtschaftete… mehr »