Monats-Archiv: September 2020

Insolvenzaussetzungsgesetz

Im Rahmen der erlassenen Gesetze zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie wurde das Insolvenzaussetzungsgesetzt am 27. März 2020 beschlossen. Die Ausbreitung des Coronavirus hat zu enormen Einschränkungen in vielen Bereichen des Privat- und Wirtschaftslebens geführt. Somit versucht der Gesetzgeber mit dem erlassenen Insolvenzaussetzungsgesetz die Folgen der Pandemie für die Wirtschaft abzufedern. Durch das Gesetz ist im März dieses Jahres die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen ausgesetzt worden, die infolge der Coronavirus-Pandemie insolvenzreif geworden sind und dennoch Aussichten darauf haben, sich unter Inanspruchnahme staatlicher Hilfsangebote oder auf andere Weise sanieren zu können. Diese Sonderregelung wurde rückwirkend beginnend mit dem 1. März 2020 beschlossen und kann vom Gesetzgeber bis zum bis zum 31. März 2021 verlängert werden. 

Durch diese Möglichkeit der Insolvenzaussetzung soll die Fortführung von Unternehmen, die infolge der Covid-19-Pandemie unerwartet in eine existenzbedrohende Lage geraten sind, ermöglicht und erleichtert werden. Den Unternehmen und ihren Geschäftsführern soll vor allem Zeit verschafft werden, um die Insolvenzreife zu beseitigen und eine Sanierung organisieren zu können.

Voraussetzung Insolvenzantragspflicht

Zuletzt bestand für den Geschäftsführer einer Juristischen Person die Pflicht auf Antragsstellung, wenn die Voraussetzungen des § 15a InsO erfüllt waren. Danach muss ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens ohne schuldhaftes Zögern gestellt werden, wenn das Unternehmen zahlungsunfähig gem. § 17 InsO oder überschuldet gem. § 19 InsO ist. Im Falle der Verletzung der Insolvenzantragspflicht drohen dem Geschäftsführer ansonsten eine umfangreiche zivilrechtliche Haftung und sogar strafrechtliche Risiken, nicht zuletzt wegen Insolvenzverschleppung.

Folglich zählen zu den Insolvenzantragsvoraussetzungen die Kriterien Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Zahlungsunfähig ist ein Unternehmen dann, wenn es nicht mehr in der Lage ist, die fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, was vermutet wird, wenn der Schuldner die Zahlungen eingestellt hat. Hiervon zu unterscheiden ist die sogenannte „Zahlungsstockung“, nach der der Schuldner für lediglich einen vorübergehenden Zeitraum von längstens drei Wochen höchstens zehn Prozent seiner Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen kann. Eine Überschuldung liegt grundsätzlich vor, wenn das Vermögen des Unternehmens bestehende Verbindlichkeiten nicht mehr deckt und keine positive Fortführungsprognose besteht.

Nunmehr ist die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrages grundsätzlich bis zum 30. September 2020 ausgesetzt. Dies gilt allerdings dann nicht, wenn die Insolvenzreife nicht auf den Folgen der Covid-19-Pandemie beruht oder generell keine Aussicht auf Sanierung besteht. Die Pflicht zum Insolvenzantrag wird auch ausgesetzt, wenn Pandemieauswirkungen nur mitursächlich für die Schieflage sind. Eine Berechtigung zur Aussetzung der Antragspflicht wird gesetzlich vermutet, wenn das Unternehmen am 31. Dezember 2019 nicht zahlungsunfähig war.

Verlängerung und Folgen

Die Sonderregelung für die Insolvenzaussetzungspflicht wurde kürzlich bis zum 31. Dezember 2020 verlängert. Diese Verlängerung soll allerdings nur für Unternehmen gelten, die infolge der Coronavirus-Pandemie überschuldet sind, ohne zahlungsunfähig zu sein. Der Hintergrund dieser Entscheidung liegt darin, dass bei überschuldeten Unternehmen Chancen bestehen, die Insolvenz dauerhaft abzuwenden. Dagegen können Unternehmen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit ihre fälligen Verbindlichkeiten bereits nicht mehr bezahlen. Somit ist davon auszugehen, dass eine eingetretene Zahlungsunfähigkeit bis spätestens 30. September 2020 beseitigt werden muss. Folglich besteht bei einer darüberhinausgehenden Zahlungsunfähigkeit wieder eine entsprechende Insolvenzantragspflicht.

Die Geschäftsführer einer juristischen Person sollten vorsorglich den Liquiditäts- und Überschuldungsstatus des Unternehmens dokumentieren. Dafür eignen sich ein Liquiditätsstatus mit dem Ergebnis „Zahlungsfähigkeit gegeben“ sowie eine Liquiditätsvorschau, die auf eine Wiedergewinnung der Zahlungsfähigkeit hindeutet.

Durch das Insolvenzaussetzungsgesetz lassen sich auch im Zuge der Insolvenzanfechtung Schutzmaßnahmen erkennen, da bestimmte Zahlungen und Bestellungen von Sicherheiten nunmehr vor einer Anfechtung und Rückgabe bis 30. September 2020 geschützt sind. Hierbei wird das Ziel verfolgt, vor allem Kreditgeber, die im Rahmen der Sanierung frische Mittel zur Verfügung stellen abzusichern, indem Auszahlungen und Tilgungsleistungen vor einer Anfechtung geschützt werden. Die bis zum 30. September 2023 erfolgende Rückgewähr eines im Aussetzungszeitraum gewährten neuen Kredits sowie die im Aussetzungszeitraum erfolgte Bestellung von Sicherheiten zur Absicherung solcher Kredite gelten als nicht gläubigerbenachteiligend und können nicht angefochten werden. Entsprechend gilt dies auch für Gesellschafterdarlehen, soweit es sich um Zahlungen und Tilgungsleistungen handelt.

Zusammenfassung

Insgesamt kann festgehalten werden, dass mit Inkrafttreten des Corona-Insolvenz-Aussetzungsgesetzes wesentliche insolvenzrechtliche Erleichterungen zur Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie umgesetzt werden. Die gewonnene Zeit der Stabilisierung ist dringend für die Entwicklung eines Sanierungskonzepts zu nutzen! Folglich sollten Unternehmen in diesem Zusammenhang keine Zeit verstreichen lassen, ein tragfähiges Sanierungskonzept zu erarbeiten und eine Verpflichtung zur Stellung eines Insolvenzantrages im Einzelfall unter Hinzuziehung eines fachkundigen Dritten zu überprüfen.

Mit unserer langjährigen Erfahrung und dem entsprechenden Fachwissen in den Bereichen Sanierung & Restrukturierung können wir Sie maßgeblich bei diesen Themen unterstützen und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Verlängerung der Überbrückungshilfe mit geringeren Einstiegskriterien

Für Corona betroffene Unternehmer erwiesen sich „gute Nachrichten“ in letzter Zeit als wahre Rarität. Nun wird mit Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 18.09.2020 die Überbrückungshilfe in den Monaten September bis Dezember verlängert.

Kleine und mittelständische Unternehmen sowie Soloselbständige und Freiberufler, die besonders stark unter den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona Pandemie leiden, sollen mit nicht- rückzahlbaren Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten unterstützt werden. Abhängig von der Höhe der betrieblichen Fixkosten können Unternehmen für die vier Monate bis zu 200.000 Euro an Förderung erhalten.

Um besonders die Unternehmen zu unterstützen, die durch behördliche Einschränkungen oder Hygiene- und Abstandsregeln immer noch stark beeinträchtigt sind, werden folgende Änderungen am Programm vorgenommen:

Die Antragsstellung ist möglich, wenn

  • der Umsatz um mindestens 50% in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder
  • ein Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum vorliegt.

Die neuen maximalen Förderungsbeträge betragen für September bis Dezember

  • 50.000 Euro je Monat und somit bis zu 200.000 Euro für den gesamten Zeitraum
  • Ersatzlose Streichung der KMU-Deckelungen von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro

Erhöhung der Fördersätze. Künftig werden erstattet

  • 90% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzeinbruch
  • 60% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70%
  • 40% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30%

Förderfähige Fixkosten sind bspw.:

  • Mieten und Pachten
  • Finanzierungskosten
  • Kosten für Auszubildende
  • Grundsteuern
  • Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben
  • Kosten für Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, die i. R. d. Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe anfallen

Die Personalkostenpauschale der förderfähigen Kosten wird auf 20% erhöht.

Bei der Schlussabrechnung sollen künftig Nachzahlungen ebenso möglich sein wie Rückforderungen.

Die Antragstellung erfolgt weiterhin ausschließlich digital. Um eine zeitnahe Auszahlung der Hilfen zu ermöglichen, bedarf es einer Prüfung durch einen Dritten, wie Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte. Die Auszahlung erfolgt von den Bewilligungsstellen der Bundesländer. Die Antragstellung für den Zeitraum September bis Dezember ist voraussichtlich ab Oktober 2020 möglich.

Ist Ihr Unternehmen von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Gerne beraten wir Sie hinsichtlich der Antragstellung der Überbrückungshilfe.

Corona KfW-Schnellkredit

Zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen mussten im Zuge der Corona-Krise ihren Geschäftsbetrieb einstellen oder stark einschränken. Diesen Unternehmen hilft die KfW mit speziellen Corona-Krediten. Hierbei wurde der KfW-Schnellkredit ins Leben gerufen und richtet sich an alle Unternehmen, Selbstständige sowie Freiberufler, die durch die Corona-Krise in eine finanzielle Schieflage geraten sind und einen Kredit benötigen. Diese frischen Mittel können sowohl für Anschaffungen (Investitionen) als auch für die laufenden Kosten (Betriebsmittel) genutzt werden. Dabei wird der Kredit zu 100% durch eine Garantie des Bundes abgesichert und erhöht somit deutlich die Chance, eine Kreditzusage zu erhalten.

Wer die Förderung beantragen kann, welche Voraussetzungen hierfür erfüllt sein müssen und was Sie beim Antrag beachten müssen erklären wir in unserem neusten Blogbeitrag:

Wer kann gefördert werden und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Mit dem KfW-Schnellkredit werden Selbstständige, Unternehmen und Freiberufler mit mehr als 10 Mitarbeitern gefördert. Dabei müssen diese mindestens seit Januar 2019 am Markt bestehen und in der Summe der Jahre 2017-2019 oder im Jahr 2019 einen Gewinn erzielt haben. (sofern Ihr Unternehmen bislang nur für einen kürzeren Zeitraum am Markt ist, wird dieser Zeitraum herangezogen)

Das Förderprodukt kommt nicht in Frage für Unternehmen, die zum 31.12.2019 in Schwierigkeiten waren, also vor Beginn der Corona-Krise und wenn Sie während der Kredit­laufzeit Gewinn oder Dividende ausschütten. Darüber hinaus kann es nicht von Unternehmen in Anspruch genommen werden, die landwirtschaftliche Produkte erzeugen oder in der Fischerei tätig sind.

Um herausfinden zu können, ob das jeweilige Unternehmen in Schwierigkeiten steckt, müssen folgende Punkte beachtet werden:

  • Angaben gegenüber dem Finanzierungspartner zur Einschätzung, dass zum 31.12.2019 kein „Unternehmen in Schwierigkeiten“ vorlag
  • Bis zum 31.12.2019 müssen geordnete wirtschaftliche Verhältnisse vorliegen, d.h. keine ungeregelten Zahlungsrückstände von mehr als 30 Tagen und keine Insolvenzantragspflicht zum 31.12.2019 sowie keine Absicht, in den nächsten drei Monaten freiwillig einen Insolvenzantrag zu stellen
  • Angaben, dass zum Zeitpunkt der Antragstellung kein Insolvenzverfahren über das Vermögen des Unternehmens eröffnet, beantragt oder ein Insolvenzantrag mangels Masse abgewiesen wurde und kein sonstiges laufendes Verfahren zur Liquidation des Unternehmens vorliegt

Wie hoch ist der max. Kreditbetrag und die Laufzeit?

Der Kreditbetrag je Unternehmensgruppe darf höchstens 25 % des Jahresumsatzes 2019 betragen, maximal jedoch 500.000 Euro pro Unternehmensgruppe mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50 Mitarbeitern und maximal 800.000 Euro pro Unternehmensgruppe mit einer Beschäftigtenzahl von über 50 Mitarbeitern.

Ein förderfähiges Unternehmen kann diesen Kredit ohne Risikoprüfung erhalten. Darüber hinaus ist keine Sicherheiten-Stellung durch den Kreditnehmer notwendig. In Hinblick auf die Laufzeit kann eine maximale Dauer von bis zu 10 Jahren festgelegt und auf Wunsch des Kreditnehmers bis zu zwei tilgungsfreien Jahren vereinbart werden.

Wie wird die Förderung beantragt?

Besondere Bedingungen und Förderausschlüsse:

Während der Kreditlaufzeit dürfen keine Entnahmen, Gewinn- und Dividendenausschüttungen, Gewährung von Darlehen der Gesellschaft an die Gesellschafter, Rückführung von Gesellschafterdarlehen sowie deren Zinszahlung während der Kreditlaufzeit geleistet werden. Vergütung für Geschäftsführer und geschäftsführende Gesellschafter dürfen während der Laufzeit des Kredits höchstens 150.000 Euro pro Geschäftsjahr und pro Person betragen.

Zu den Verwendungsverboten zählt u.a.: Umschuldungen, Ablösung von Kreditlinienbeanspruchung, Nachfinanzierungen bereits abgeschlossener Vorhaben, Anschlussfinanzierungen sowie Prolongationen und Kombinationen mit KfW-/ERP-Krediten bis zum 31.12.2020.

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben oder falls wir Sie in der aktuellen Krise beraten können, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!

Unternehmen, die Mitarbeiterkapitalbeteiligung anbieten haben nachweislich eine höhere Wertschöpfung und sind besser vor Krisen geschützt

Diese Aussage geht auf eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zurück. Hier nach erzielen Unternehmen, die Mitarbeiterkapitalbeteiligung anbieten, eine 20 Prozent höhere Wertschöpfung und sind damit besser vor Krisen geschützt als Unternehmen ohne eine finanzielle Mitarbeiterbeteiligung.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Beteiligung der Belegschaft am Unternehmen nicht nur den jeweiligen Mitarbeiter*innen Vorteile bringt, sondern zugleich zur Stärkung der wirtschaftlichen Position eines Unternehmens im Wettbewerb beiträgt. Denn mit einer finanziellen Mitarbeiterbeteiligung lassen sich personalpolitische und finanzwirtschaftliche Unternehmensziele verbinden.

In unserem Blogbeitrag wollen wir Ihnen die Vorteile der Mitarbeiterbeteiligung für Unternehmen und Arbeitnehmer*innen vorstellen, sowie die unterschiedlichen Beteiligungsmodell und Fördermöglichkeiten für KMU.

VORTEILE AUS UNTERNEHMENSSICHT

„Anteil haben“ motiviert

Nachweislich sind MA, die nicht nur rein finanziell am UN beteiligt sind, sondern zugleich an regelmäßig über die Geschäftsentwicklung informiert u. in Entscheidungsprozesse eingebunden werden produktiver.

MA und gleichzeitig Unternehmer zu sein, schafft eine hohe Identifikation mit dem UN, schärft die Aufmerksamkeit für Betriebsabläufe, sorgt für mehr Kostenbewusstsein und bewirkt die Übernahme von mehr Verantwortung in der täglichen Arbeit.

Partnerschaft macht attraktiv

Auch bei der Gewinnung von qualifizierten MA kann ein Beteiligungsmodell den Ausschlag für Erfolg oder Misserfolg geben – Denn in vielen Branchen sind Fachkräfte stark umworben.

Besonders kleine und mittelständische Unternehmen stehen auf dem Arbeitsmarkt in einem harten Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte.

Die finanzielle Beteiligung der Belegschaft am wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens erhöht dessen Attraktivität als Arbeitgeber und bietet damit einen wichtigen Wettbewerbsvorteil.

Gemeinsame Verantwortung schafft Transparenz

Die Mitarbeiterkapitalbeteiligung entfaltet nur dann eine nachhaltige Wirkung, wenn sie in eine partnerschaftliche Unternehmenskultur eingebettet ist.

Gemeinsam getragene Verantwortung für das Unternehmen verpflichtet zu mehr Engagement und Kooperation.

Transparenz hinsichtlich der wirtschaftlichen Situation eines Unternehmens führt zu mehr Verständnis der Beschäftigten für notwendige Entwicklungs- und Veränderungsprozesse.

Dies ist insbesondere in Krisenzeiten eine notwendige Voraussetzung für das wirtschaftliche Überleben und in Zeiten des Aufschwungs ein Garant des Erfolgs.

Partnerschaft stärkt die finanzielle Basis

Die Einführung von Mitarbeiterkapitalbeteiligungsmodellen bietet den Beschäftigten die Möglichkeit, Geld im Unternehmen anzulegen.

Gelder, die dem Unternehmen zugeführt werden, können so zur Verbesserung der Liquidität und der Eigenkapitalbasis genutzt werden.

Gerade kleine und mittelständische Betriebe können auf diese Weise ihre Position gegenüber der Bank stärken und eine günstigere Einstufung des Kreditrisikos (Rating) erzielen.

VORTEILE AUS ARBEITNEHMERSICHT

Grundsätzlich besteht für den Arbeitnehmer in erster Linie mit der Beteiligung am Kapital seines Arbeitgebers ein doppeltes Risiko. Wie bei jeder Geldanlage besteht auch hier das Risiko eines (Teil-) Verlusts bei einem negativen Jahresergebnis. Deutlich gravierender ist aber das Risiko, dass der Arbeitnehmer bei einer Insolvenz des Unternehmens nicht nur seinen Arbeitsplatz, sondern auch die finanzielle Beteiligung am Unternehmen verlieren könnte.

Dennoch überwiegen hier die Vorteile:

Mitarbeiterkapitalbeteiligungen sind eine attraktive Möglichkeit neben dem reinen Arbeitnehmerlohn bzw. Gehalt eine weitere Einkommensquelle zu haben. Weiterhin sind solche Beteiligungsformen ideal, um sein privates Vermögen zu mehren und dabei durch seine eigene Arbeitsleistung sogar einen direkten Einfluss auf die Performance der Geldanlage zu nehmen. Im Gegensatz zu anonymen Aktiengeschäften besteht so die Möglichkeit umfassende Informationen über das Unternehmen und die Geschäftsentwicklung zu erhalten und sich durch mehr Mitsprachemöglichkeiten stärker in die Entwicklung des Unternehmens und damit auch der Geldanlage einzubringen.

VERSCHIEDENE BETEILIGUNGSFORMEN

Grundsätzlich bestehen zwei Wege Mitarbeiter finanziell am Unternehmen zu beteiligen: die Kapitalbeteiligung und die Erfolgsbeteiligung. Bei der Kapitalbeteiligung:

IHRE CHANCE DIE WERTSCHÖPFUNG IHRES UNTERNEHMENS ZU STEIGERN UND SICH VOR KRISEN ZU SCHÜTZEN
Die Beteiligung von Mitarbeitern am Kapital des Unternehmens hat entscheidende Vorteile.

Um diese auszuschöpfen ist es elementarer Bedeutung, dass ein stimmiges Auswahl- und Einführungskonzept entwickelt wird. In allen drei Projektphasen der Einführung von Mitarbeiterbeteiligungen werden weichenstellende Entscheidungen getroffen, die über den Erfolg oder Misserfolg der Realisierung der Einführung entscheiden können.

Gerne beraten wir Sie über die für Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter*innen am besten geeignete Beschäftigungsform der Beteiligten, die Möglichkeiten der Mittelherkunft sowie die Ausgestaltung der Beteiligung. Darüber hinaus können wir Sie auch über staatliche Fördermöglichkeiten aufklären. Zusammen mit Ihnen erstellen wir ein Konzept, das in die drei Phasen Orientierung, Entwicklung und Umsetzung gegliedert ist.

Zögern Sie nicht uns anzusprechen, damit es auch Ihrem Unternehmen gelingt die Wertschöpfung zu steigern und sich besser vor Unternehmenskrisen zu schützen!